Nachtfahrverbot nicht ausreichend

Nachtfahrverbot nicht ausreichend 

Der Vorsitzende von PRO-Heilbronn, Stadtrat Alfred Dagenbach, hält den in einer heutigen Pressemitteilung der Stadt Heilbronn angekündigten Antrag der Stadt auf ein Nachtfahrverbot zum wiederholten Mal für LKW auf der Bundesstraße 293 für keine ausreichende Maßnahme, um die Probleme, die der stark zugenommene LKW-Verkehr auf der Böckinger Großgartacher Straße verursacht, zu beheben.
Zwar sei der ruhestörende Lärm durch LKW auch bei Nacht unerträglich, doch treten die Hauptprobleme vor allem schon morgens und abends während des Berufsverkehrs auf.
„Mitverursacher für kilometerlange Staus ist zudem die schlampige Verkehrsregelung am Sonnenbrunnen, verursacht durch die Stadtbahn“, so Dagenbach.
Die Belästigung gehe Hunderte Meter tief in Anwohner- und Wohngebiete hinein. Häuser nördlich der Großgartacher Straße und sogar südlich der Stadtbahnlinie zeigen zunehmend Risse: „In einzelnen Häusern finden täglich dutzendweise Erdbeben statt.“
Deshalb seien weitere Maßnahmen, wie die Beschränkung von 30 km/h für LKW unerläßlich und, so Dagenbach, „Herr OB Himmelsbach soll sich einmal über den Städtetag stark für ein bundesweites LKW-Mautsystem für alle Bundesstraßen stark machen.
Er verbringt dort seine Zeit als Städtetags-Vize schließlich nicht für seine persönlichen Allüren! Besonders schlimm ist, daß wir auf entsprechende und seit Jahren immer wieder gemachte Initiativen stets herabspielende und hinhaltende Antworten erhalten haben. Wir wurden sogar frech belogen.“
Erst die Initiative des Brettener Oberbürgermeisters hat in Heilbronns Verwaltungsspitze zum Aufwachen in dieser Angelegenheit geführt.
„Wenn nun die neue Zählungen das bestätigt, was wir erst vor Kurzem zur Verkehrszunahme festgestellt haben und der Oberbürgermeister meint, mit einem Antrag auf Nachtfahrverbot den Wünschen lärmgeplagter Anwohner der Großgartacher Straße nachzukommen, so irrt er“, erklärt Alfred Dagenbach, der als Anwohner selbst täglich die Zustände vor Augen hat.
Die Bewohner wollen ein Fahrverbot für LKW über 12 Tonnen, was rechtlich zulässig ist. Dagenbach: „Der OB weiß laut seiner eigenen Pressemitteilung selbst, daß ein Nachtfahrverbot nur ein Bruchteil des Lkw-Verkehrs zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens trifft.
Wenn er dann meint, ein umfangreicheres Lkw-Fahrverbot sei politisch nicht durchsetzbar, so sollte er erst einmal dazu den Antrag stellen und nicht schon im Vorfeld abwiegeln!“

Heilbronn, den 18.10.2006

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