B 293: Nachtfahrverbot unzureichend

B 293: Nachtfahrverbot unzureichend

Das aufgrund der vom Regierungspräsidium Stuttgart von der Stadt Heilbronn geforderte und nun vorliegende Ergebnis der Feinanalyse zur Rechtfertigung eines Nachtfahrverbotes auf der B 293 ist für die Anwohner keinesfalls als ausreichende Maßnahme zu akzeptieren, erklärte dazu der Sprecher der von der „Bürgerbewegung Pro Heilbronn“ getragenen Bürgerinitiative “Pro Saarlandstraße”, Alfred Dagenbach.
„Auch wenn das Ergebnis für Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach ‚sonnenklar‘ war, so überrascht auch uns Bürger dieses Ergebnis keinesfalls“, erklärte Dagenbach dazu. Überrascht sei man höchstens davon, wie lange die Stadt Heilbronn gebraucht hat, um zu diesem Ergebnis der schon Anfang Dezember 2006 vom RP geforderten Feinanalyse zu gelangen.
„Überrascht sind wir auch davon, daß das RP Stuttgart und nicht die Stadt Heilbronn auf weitere Möglichkeiten, den LKW-Verkehr einzuschränken, hinweisen muß.“ Das Regierungspräsidium hat in einem Schreiben an Pro Heilbronn darauf hingewiesen, daß die Stadt bisher auch in Richtung Einschränkung des LKW-Verkehrs aufgrund zu hoher Lärmbelastung keine Handlung vorgenommen hat. Deshalb wird von der Stadt nicht nur deswegen, sondern auch wegen zu hoher Abgasbelastungen insbesondere im Bereich Sonnenbrunnen/Leuschnerstraße das LKW-Verbot gefordert.
Dagenbach: „Das sind ganz klare Defizite im Verwaltungshandeln und die Bürger fragen sich natürlich völlig zu Recht, wessen Interessen die dafür Verantwortlichen eigentlich vertreten.“
Die angedachte Lösung einer 30-km-Beschränkung für LKW durch den Oberbürgermeister ist unrealistisch und um so unverständlicher, wenn man zugleich einräumt, daß eine dadurch erreichte Lärmreduzierung durch mehr Staus und noch mehr Abgase erkauft würde.
Daß die Stadtverwaltung jetzt auch das Regierungspräsidium bitten will, angesichts der Zahlen über ein temporäres Fahrverbot für Lkw auch tagsüber nachzudenken, wird bis zum Beweis des Gegenteils als ein schnell noch vor der Wahl eingeschobenes Manöver des Oberbürgermeisters gewertet, „denn „Sonnenklar ist für uns, daß sich die Anwohner mit diesen Vorschlägen nicht zufrieden geben, sondern ein generelles Fahrverbot für LKW über 12 Tonnen mit Ausnahme des Anlegerverkehrs wollen.“
Die Bürgerbewegung Pro Heilbronn verweist des weiteren darauf, daß auch eine weitere Verzögerung bei der Weiterführung der Saarlandstraße nicht zu akzeptieren sei. Eine Deckelung wie von den Anwohnern gefordert, sei zu begrüßen, aber auch die Anwohner in Frankenbach und Klingenberg haben ein Anrecht darauf, daß ihre für die derzeitigen Verkehrsaufkommen völlig ungeeigneten Straßen endlich ausreichend entlastet werden. Das zeige die Resonanz auf entsprechende Aktivitäten von Pro Heilbronn insbesondere im Stadtteil Frankenbach, aber auch aus Klingenberg, das auf die mit der Fertigstellung der Saarlandstraßen-Verlängerung verbundenen Westumfahrung seit Jahren warte.

Heilbronn, den 17.06.2007

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