Das Nachtfahrverbot für die B 293 kann nur ein erster Schritt sein

Das Nachtfahrverbot für die B 293 kann nur ein erster Schritt sein
Kirchhausen: Verwaltungsvorstellungen nicht nachvollziehbar

Die von der Bürgerbewegung PRO Heilbronn e.V. getragene Bürgerinitiative „Pro Saarlandstraße“ begrüßt zwar die Genehmigung des Nachtfahrverbotes für Lkw für auf der B 293, gibt sich damit aber nicht zufrieden, wie es ihr Sprecher Alfred Dagenbach am Rande der Gemeinderatssitzung gegenüber dem die „Frohe Botschaft“ überbringenden Regierungsdirektor Dr. Udo Andriof zum Ausdruck gebracht hat:
„Wir werten dies lediglich als einen Teilerfolg unserer Bemühungen, den wir zusammen mit den inzwischen über 400 Unterzeichnern unseres Aufrufes, den LKW-Verkehr endgültig aus der B 293 zu verbannen, erzielt haben.
Daß nachts zwischen 22 und 6 Uhr keine LKW über 12 Tonnen mehr fahren dürfen, ist ein vergleichsweise minimaler Effekt. Nach wie vor werden wir dafür kämpfen, daß das Hauptproblem, nämlich der Mautausweichverkehr über die B 293 dadurch unterbunden wird, daß es zu einer Gesamtsperrung des Transitverkehrs ab 12-Tonnern aufwärts kommt“.
OB Himmelsbach ist jetzt aufgefordert, seine gestern gemachten Versprechungen wahr zu machen, und die angekündigten „weiteren Schritte“ auch umzusetzen.
Dazu gehören die vom Regierungspräsidium mitgeteilten Freiheiten der Stadt, auch eine 30-km-Tempobegrenzung einzuführen. Ein entsprechendes Schreiben dazu liegt PRO Heilbronn vor, das früheren Angaben der Stadt dazu widerspricht.
Auch im Fall der Lkw-Belastung der Ortsdurchfahrt B39 in Kirchhausen widerspricht die Bürgerbewegung PRO Heilbronn Teilen der Pressemitteilung der Stadtverwaltung.
Zunächst seien diese Zustände nicht erst durch die Baustelle auf der A6-Neckarbrücke entstanden, sondern ein seit Jahren anhaltender permanenter Zustand, der sich bei Ereignissen auf der A6 noch verschärft:
„Bei Stau auf dem Weinsberger Kreuz oder Unfallsituationen geben die LKW-Fahrer per Funk dies sofort untereinander bekannt und der übliche Ausweichverkehr, den es verstärkt seit der Mauteinführung gibt, nimmt noch zusätzlich zu“, erklärt dazu Alfred Dagenbach.
Tatsache sei, daß Kirchhausen seit der Öffnung der Grenzen im Osten und der dadurch immens zugenommenen Belastung der A6 keine Ruhe mehr hat.
Das Tempo-30-Verbot werde so gut wie nicht eingehalten und – noch schlimmer – auch in keiner Weise konsequent kontrolliert.
Widerspruch erfährt die Stadt auch im Hinblick auf den Straßenzustand. Dieser entspreche keinesfalls den gemachten Angaben, sondern sowohl die Straßendeckel seien nicht in Ordnung als auch die Straße von Spurrinnen, die sich laufend vertiefen, geprägt.
Die Straße sei eindeutig für Schwerlastverkehr genausowenig wie die B 293 geeignet.
Als „absoluten Blödsinn“ bezeichnet Dagenbach Vorstellungen, ein Einbahnsystem in der Schloßstraße und zwischen Hausener Straße und Wimpfener Straße einzurichten.
Die einzig richtige Lösung des Problems liegt für die Bürgerbewegung PRO Heilbronn in einer großen Lösung, nämlich dem Bau einer echten Umgehungsstraße für die Autobahn und natürlich im beschleunigten Ausbau derselben.
Geprüft werden muß in allen Fällen, inwieweit auch das neueste Urteil zur Feinstaub-Belastung in Großstädten zum Tragen kommen muß, wenn die europäischen Grenzwerte überschritten werden, wie es das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig festgestellt hat.

Heilbronn, den 28.9.2007

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