B293: Wieder Verkehrsbeobachtung

B293: Wieder Verkehrsbeobachtung
Gestern fand erneut wieder ein Treffen von Bürgern zur Verkehrsbeobachtung vor Ort an der B 293 statt. Teilgenommen haben auch verkehrsgeschädigte Mitstreiter aus anderen Stadtteilen und Leingarten. Mehr von diesem Beitrag lesen

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B293: Nicht nachvollziehbar

B293: Nicht nachvollziehbar
Als nicht nachvollziehbar bezeichnet Alfred Dagenbach, Sprecher der Bürgerbewegung PRO Heilbronn, Aussagen aufgrund der diese Woche stattgefundenen Protestaktion an der B 293, daß das Nachtfahrverbot erst „im Laufe des November“ kommen soll. Mehr von diesem Beitrag lesen

Protest vor Ort

Protest vor Ort
Zu einer ungewöhnlichen spontanen Protestaktion vor Ort entschlossen sich mehr als 30 Anwohner der B 293 am Donnerstagabend während der Hauptverkehrszeit.
Anlaß war die Verärgerung darüber, daß das für Anfang November zugesagte Nachtfahrverbot für die B 293 noch immer nicht umgesetzt wird.
Die Teilnehmer der Spontanaktion trafen sich dazu an den beiden Fußgängerüberwegen Helmholtzstraße und „Sandhof“, um vor Ort über die täglich unzumutbaren Zustände zu diskutieren.
Verärgerung herrscht auch darüber, daß für die Verlängerung Saarlandstraße inzwischen nicht mehr das Jahr 2012 als Fertigstellungstermin, sondern 20012/13 nur als Absicht genannt wird.
Hinzu kommt der verzögerte Baubeginn des „Saarlandstraßen-Kreisels“ an der Neckartalstraße und daß die für September vorgesehene Entscheidung für den nächsten Bauabschnitt noch immer nicht im Gemeinderat eingebracht ist.
Festgestellt wurde im Angesicht der Verkehrsprobleme auf der B 293, daß die Anwohner dafür langsam kein Verständnis mehr haben und es hier langsam doch zu einer Salamitaktik zu werden scheint, bei der sich Stadtverwaltung und Regierungspräsidium auf dem Rücken der Anwohner geschickt die Bälle gegenseitig zuspielen.
Schilder entlang der Autobahn weisen lediglich auf ein Nachtfahrverbot ab Bretten hin.
Der Sprecher Alfred Dagenbach dazu: „Es wäre kein Problem, die Worte ‚ab Bretten‘ zu streichen. Abgesehen davon ist unser Hauptproblem noch immer der Mautausweichverkehr am Tage. Auch hier tut sich nichts. Das ist nicht hinnehmbar, weshalb dieses Treffen an dieser Stelle auch nicht das letzte seiner Art sein wird, solange sich nichts Entscheidendes zur Entlastung der genervten und geschädigten Anwohner bewegt.“

Heilbronn, den 15.11.2007

Anwohner fordern: „Umgehungsstraße jetzt“!

Protestversammlung in Klingenberg
Anwohner fordern: „Umgehungsstraße jetzt“!
Nachdem die Bürgerbewegung PRO Heilbronn auf Anregungen aus dem Stadtteil Klingenberg in der stark belasteten Theodor-Heuss-Straße eine Unterschriftenaktion durchgeführt hat und spontan über 100 Unterschriften abgegeben wurden, wurde am vergangenen Freitag in Anwesenheit auch mehrerer Bezirksbeiräte eine gutbesuchte Protestversammlung zu dieser Klingenberger Problematk durchgeführt.
Die Klingenberger Bürger, insbesondere die Anwohner der Theodor-Heuss-Straße, wehren sich ganz entschieden dagegen, daß sich weiterhin nichts zur Entlastung ihrer schon seit Jahren anstehenden Verkehrsprobleme tut.
Über 20.000 Kfz Tag für Tag fahren laut Generalverkehrsplan vom 12.12.2005 durch die verhältnismäßig enge Ortsdurchfahrt und verursachen Lärm, Stau, Dreck und Gestank. Eine Besserung ist nicht in Sicht.
Besonders verstimmt ist man darüber, daß zwar der Gemeinderat der Stadt Heilbronn bereits am 29.5.2001 den Grundsatzbeschluß zur Verlängerung der Saarlandstraße unter gleichzeitigem Bau der Umgehungsstraße zwischen Nordheim und Leingarten gefaßt und dazu endlich am 20.7.2006 die Aufstellung des Bebauungsplans 35 dazu beschlossen hat, aber die Stadtverwaltung den ursprünglichen Termin zur weiteren Beschlußfassung im September nun bereits über 2 Monate verstreichen ließ.
Kritisiert wird, daß es Versuche gibt, die bestehende Planung erneut in Frage zu stellen und eine „vertiefte Untersuchungen der alternativen baulichen Möglichkeiten im Bereich Kreuzgrund“ seitens der Stadt durchgeführt wird. Geprüft werden soll u.a. eine Tunnellösung für die Saarlandstraße.
Ein Teilnehmer verwies darauf, daß eine Umfahrung Klingenbergs bereits zu Beginn der 90er Jahre erfolgt sein sollte. Diese bereits beschlossene Planung wurde dann zugunsten der Südostumfahrung Leingarten = Westumfahrung Klingenberg wieder zurückgestellt: „Nun warten die Klingenberger Bürger also bis zu einer Umsetzung über 20 weitere Jahre darauf!“
Wie bei der Protestversammlung deutlich zum Ausdruck gekommen ist, sind die Anwohner nicht gewillt, noch weitere Jahre auf die Beendigung des alltäglichen untragbaren Zustandes an ihren für diese tägliche Belastung ungeeigneten Straßen zuzuwarten und erwarten jetzt eine nicht länger auf die lange Bank geschobene Entscheidung.
Sollte die von der BI „Untertunnelung Saarlandstraße“ geforderte Maßnahme kommen, so darf diese nicht zu Lasten der Klingenberger Bürger gehen. Eine weitere Verzögerung sei nicht hinnehmbar, war der einmütige Tenor.
Ganz besonders wird darauf verwiesen, daß die Saarlandstraße von Anfang an als Zufahrtstraße von und nach Heilbronn konzipiert worden sei. Sie wurde frühzeitig 4-spurig zu diesem Zweck ausgebaut und hat auf beiden Seiten breite Grünstreifen, nach denen sich die Klingenberger Bürger sehnen würden. Sie soll zudem nach der derzeitigen Konzeption sogar mit Lärmschutzwänden und einer Tieferlegung im Wohnbereich ausgeführt werden.
In Klingenberg nimmt dagegen hauptsächlich zu Zeiten des Berufsverkehrs die Belastung für die Anwohner, insbesondere durch die Staus an den Kreuzungen, mit bis zu mehr als 1000 Fahrzeuge pro Stunde unerträglich immer mehr zu.
Es herrscht übereinstimmende Meinung zu den Angaben in unserem von über 100 Anwohnern unterzeichneten Schreiben, daß darunter nicht nur die Gesundheit der Anwohner leidet, sondern auch die relativ dicht an der Straße stehenden Häuser Schäden nehmen, deren Rißbildungen durch die Erschütterungen kaum noch zu übersehen sind.
Darüber hinaus verlangen die Anwohner eine verstärkte
– Geschwindigkeitsüberwachung,
– Feinstaubmessung an der ansteigenden Theodor-Heuss-Straße und neben einer
– Lärmmessung auch wirksame
– Schallschutzmaßnahmen.
Letzten Endes wird gefordert, unabhängig von der Umsetzung der Saarlandstraße mit dem Bau der „Südostumfahrung Leingarten“ s o f o r t zu beginnen, verlangt wird „die Umgehungsstraße jetzt!“
Die Klingenberger Bürger wünschen sich, daß in einer ähnlich begrüßenswerten Weise, wie im „Falle Kirchhausen“, zugunsten dieses Stadtteils im Rahmen der Gleichbehandlung aller Bürger von der Verwaltung vorgegangen wird.
Die Bürgerbewegung PRO Heilbronn hat in gleichlautenden Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt wie an das Regierungspräsidium Stuttgart auf diese Forderungen hingewiesen und zu Händen der Stadtverwaltung Heilbronn Kopien der Unterschriften von Anwohnern übersandt.
Beide Stellen wurden darin aufgefordert, nunmehr zu handeln und Ihre alsbaldige Entscheidung mitzuteilen.

Heilbronn, den 11.11.2007

Heiko Auchter: „Wir lassen im Druck nicht nach!“

Stadt: Klingenberger Ortsumgehung kommt mit Saarlandstraße
Heiko Auchter: „Wir lassen im Druck nicht nach!“ 
Die Stadtverwaltung hat auf die Aktivitäten der Bürgerbewegung PRO Heilbronn (Klingenberger Extrabrief) und den heutigen Presseartikels (Klingenberger Geduld am Ende) recht schnell reagiert.  

Die Ortsumgehung Klingenberg werde gleichzeitig mit der ausgebauten Saarlandstraße 2012/2013 in Betrieb gehen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Diese Absicht des Landes habe in einem Gespräch vor wenigen Tagen Innenminister Heribert Rech gegenüber Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach bekräftigt. Damit entstehe eine große Umgehungsstraße, die den Stadtteil Klingenberg und weite Teile Böckingens vom Verkehr entlasten werde. Die Ortsumgehung Klingenberg werde vom Land Baden-Württemberg als Süd-Ost-Umfahrung Leingarten gebaut: „Sie verbindet die bestehende Landesstraße Nordheim-Leingarten mit der künftigen verlängerten Saarlandstraße auf Höhe der B 293 Leingarten-Böckingen. Um die Verwirklichung dieser Tangente zu beschleunigen, hat die Stadt Heilbronn gemeinsam mit der Gemeinde Leingarten den Vorentwurf je zur Hälfte finanziert. Eine Verwirklichung der Ortsumfahrung Klingenberg vor der Saarlandstraße ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung allerdings nicht sinnvoll, da dann der umgeleitete Verkehr den Druck auf die ohnehin schon stark belastete B 293/Großgartacher Straße weiter erhöhen würde.“
Auch wenn die Umgehungsstraße noch zirka fünf Jahre auf sich warten liesse, so versuche „doch die Stadtverwaltung, die Situation für die Anwohner zu entschärfen: In den vergangenen Jahren wurde die komplette Ortsdurchfahrt neu asphaltiert, um zusätzlichen Lärm durch Unebenheiten zu vermeiden“. Seit Jahren gelte in der Ortsdurchfahrt Klingenberg zudem Tempo 30 für Lkw.

Der Klingenberger Sprecher von PRO Heilbronn, Heiko Auchter, dazu: „Das alles liest sich lediglich als Absichtserklärung. Bestes Beispiel ist, daß schon nicht mehr das Jahr 2012 als Fertigstellungstermin, sondern 20012/13 nur als Absicht genannt wird. Für uns ist ausschlaggebend, was sich w i r k l i c h tut. Wir lassen im Druck nicht nach!“

Heilbronn, den 11.11.2007