Wie auf der Autobahn

Wie auf der Autobahn
Den Verantwortlichen sind die Bürger völlig egal
Einmal mehr ging es am Dienstag, dem 8. April 2008 auf der B 293 zu wie auf der Autobahn. Ein LKW jagte den anderen. Weil laut Polizeibericht die Autobahn A 6 in beiden Richtungen wegen einem Verkehrsunfall zwischen den Anschlussstellen Bad Rappenau und Untereisesheim voll gesperrt war, kam zu der üblichen Überlastung der B 293 durch den Mautausweichverkehr und Dank der Tatsache, daß die Politik keine Lösung zustandebringt, auch noch der Umleitungsverkehr hinzu. Selbst die Einfahrt in die B 293 geriet zu einem gefährlichen Manöver, weil viele Fahrzeuge offenbar den Unterschied zwischen einer Autobahn und einer auf 50 km/h begrenzten Ortsdurchfahrt nicht kennen.
Einen Dank der besonderen Art richten daher die tagtäglich davon betroffenen Anwohner an die Heilbronner Verwaltungsspitze unter OB Himmelsbach sowie das Regierungspräsidium Stuttgart unter Regierungspräsident Schmalzl, die sich zwar die Bälle gegenseitig zuwerfen, aber keine Lösung der Probleme finden.
Der Vorsitzende der von der Bürgerbewegung PRO Heilbronn e.V. getragenen Bürgerinitiative „Pro Saarlandstraße“, Alfred Dagenbach, erklärt dazu in deutlicher werdenden Worten: „Ganz offensichtlich erfüllt die B 293 inzwischen auch eine Aufgabe als Umleitungsstrecke für die A6 unter wohlwollender Duldung durch die Verantwortlichen, die es bisher versäumt haben, dafür Sorge zu tragen, daß eine adäquate und für alle Bürger akzeptable echte Umleitungsstrecke entlang der A6 gebaut wird.“
Die Hoffnung, daß sich unter dem neuen Regierungspräsidenten etwas bewegt, könne man begraben. Der Trott gehe weiter wie bisher.
„Die Maßnahme des Nachtfahrverbots für Nichtanlieger hat, wie von uns vorausgesagt, überhaupt nichts gebracht. Es ist Kosmetik angesichts der Tatsache, daß für viele Anwohner morgens um halb fünf Uhr an Schlaf oft nicht mehr zu denken ist – von allen anderen Unbilligkeiten garnicht zu reden. Die politisch Verantwortlichen machen mit den Bürgern, was sie wollen, diese sind ihnen völlig egal“, so Dagenbach, „insbesondere montagmorgens hat man das Gefühl, als ob irgendwo ein einem Bienenschwarm gleichender dröhnender Pulk zu einer Rallye auf der B 293 losgelassen worden wäre. Statt sich mit einer ‚Umweltzone‘ zu verlustigen, wären die naheliegenden Maßnahmen wie ein ganztägiges Fahrverbot für LKW-Nichtanlieger wesentlich effektiver, denn gegen Lärm, Stau und Erschütterungen bringt diese Alibibürokratur gegen Feinstaub null und nichts!“

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