Keine BuGa ohne Verkehrslösung!

Saarlandstraßen-Pleite:

Keine Bundesgartenschau ohne
ausreichende Verkehrsanbindung

Hinderer und Throm mitverantwortlich

Blütenträume platzen >

Zur heutigen Erklärung von OB Helmut Himmelsbach, der Saarlandstraße drohen zehn Jahre Stillstand, weil die
Südostumfahrung Leingarten im Maßnahmenplan des Verkehrsministeriums zur
Priorisierung der Landesstraßen nicht enthalten ist und damit auch die
Verlängerung der Saarlandstraße nicht realisiert werden kann, erklären die
Stadträte der Ratsgruppe Pro Heilbronn im Heilbronner Gemeinderat, Heiko Auchter
und Alfred Dagenbach, daß es dann auch keine Bundesgartenschau geben kann, wenn
bis dahin keine ausreichende Verkehrsanbindung für diese größte Veranstaltung,
die es jemals in Heilbronn geben könnte, fertig gestellt ist.

Stadtrat Alfred Dagenbach dazu: „Die Bundesgartenschau Koblenz hatte im Jahr
2011 an 185 Tagen  über 3,5 Mio. Besucher in die Stadt an Rhein und Mosel
gezogen. Das ergibt einen täglichen Durchschnitt von fast 20.000 Besuchern und
Spitzentagen mit fast der doppelten Anzahl, wobei 16.500
Reisebusse und rund 8.000 Einzelveranstaltungen zu zählen waren. Dabei war diese
Bundesgartenschau erst Mittelklasse, denn beispielsweise hatte die BuGa Mannheim
mit 8,1 Millionen die bisher zweithöchste Zahl an
Besuchern – also im Schnitt 45.000 Besucher pro Tag mit dem Doppelten an
Wochenenden.“

„Das kann ohne eine ausreichende Verkehrsanbindung nicht geleistet werden. Wenn
nun noch mehr Belastung als bereits jetzt auf den Zufahrtsstraßen insbesondere
westlich des Neckars entstehen soll, so ist eine Bundesgartenschau für die
dortigen Bürger der Stadt eine nicht hinnehmbare Zumutung. Die
Mittelverweigerung für die Südostumfahrung Leingarten und der Verlängerung der
Saarlandstraße durch die grünrote Landesregierung kommt damit einem
Hintertreiben der Bundesgartenschau gleich, die unter diesen Umständen zum
Schutz der Heilbronner Bürger nicht durchgeführt werden darf, so wünschenswert
sie auch ist“, so Stadtrat Heiko Auchter.

Als heuchlerisch bewerten beide Stadträte, wenn sich nun OB Himmelsbach zusammen
mit den Landtagsabgeordneten Rainer Hinderer (SPD) und Alexander Throm (CDU)
hinstellen und so tun, als seien sie sich mit dem nun so in die Anhörung
gekommen Maßnahmenplan in der Konsequenz einig, daß das für die
verkehrsbelasteten Stadtteile Klingenberg, Böckingen, Frankenbach und
Neckargartach ein K.O.-Schlag sei und mindestens zehn Jahre Stillstand in Sachen
Verkehrsentlastung drohe.

Tatsächlich haben sich weder Hinderer noch Throm bei der Verabschiedung des
Landeshaushalts für die Bereitstellung der Mittel stark gemacht: „Deren beide
Fraktionen hätten eine satte Mehrheit für einen entsprechenden Beschluß gehabt!“

Zu verweisen sei auch auf die bisher völlig unzureichende Fortentwicklung des
Verkehrskonzeptes zum künftigen Bundesgartenschaugelände, das beispielsweise die
Verkehrsverdichtung in der Fügerstraße vorsieht, ist eine Bundesgartenschau ohne
eine entsprechende verkehrliche Anbindung für die Bürger untragbar.

Alternativ bleibt dann nur noch der Verzicht auf die Bundesgartenschau und eine
behutsam abgespeckte Version eines künftigen neuen Wohngebietes.

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